Erfolgsfaktoren für effektives Krisen-Management

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Die #CoronaKrise fordert neue Ansätze und Wege für Unternehmen. Die Schlüsselfrage lautet: Was macht eine gute Krisen-Strategie aus, die uns gestärkt aus der Krise bringt?

Robert Kellner - Founder & Managing Partner
Robert Kellner - Founder & Managing Partner

Corona - Black Swan des Jahres 2020?

Corona (Covid-19) stellt aktuell unser gesamtes öffentliches und wirtschaftliches Leben auf den Kopf. Der Harvard-Starökonom Kenneth Rogoff, der Finanzkrisen der vergangenen 800 Jahre untersucht hat, meint dazu: „Wir erleben die erste wirklich globale Krise seit der Großen Depression 1929.“ Sequoia Capital bezeichnet das Coronavirus sogar als Black Swan des Jahres 2020. Die fatale Situation einzelner Branchen – Hotellerie, Gastronomie, Touristik, Automobilindustrie – und die außergewöhnliche Geschwindigkeit und Entschiedenheit, mit der europäische Regierungen den “Shut Down” des öffentlichen Lebens vorangetrieben haben, zeigen die Schwere der Krise.

Der Shut Down im öffentlichen Leben, die zunehmende „Quarantänisierung“ der gesamten Bevölkerung und der Shift im Geschäftsleben mit gestrichenen Events, Sales Meetings & Geschäftsreisen schaffen eine völlig neue Realität. Das Growth-Paradigma mit ambitionierten Wachstumsplänen und fancy Innovation ist mindestens für den Moment ausgesetzt – es gelten neue Regeln. Liquidität ist das neue Mantra.

Survival of the Fittest - Anpassungsfähigkeit gewinnt

In jedem Fall gilt es jetzt, klaren Kopf zu bewahren, entschieden zu handeln und mit vorausschauenden Maßnahmen das eigene Unternehmen krisensicher zu machen. Schnelle und anpassungsfähige Unternehmen mit unternehmerischer Kreativität werden als Gewinner aus der Krise hervorgehen. Was Darwin in der Evolutionstheorie mit “Survival of the Fittest” als Gesetz der Biologie beschrieben hat, gilt in diesen Tagen für Unternehmen.

“Panik-Mode off – smarter Krisen-Mode on”

Klarheit und Pragmatismus sind in Krisen zentrale Erfolgsfaktoren, egal ob für den Einzelnen, Nationen oder Unternehmen. Die wichtigsten Schritte für Unternehmen, um aus dem Reaktions- in den Aktions-Modus zu schalten, sind die folgenden:

Krisenstrategie entwickeln und umsetzen: Stehen Sie in Ihrer Branche mit dem Rücken zur Wand oder gehört Ihr Unternehmen zu den Profiteuren? Je nach Situation und Cash-Bestand ist eine Defensiv-, Offensiv- oder Hybrid-Strategie ein smarter Weg, um die Krise zu den eigenen Gunsten zu nutzen.

  • Phase 0: Sichern Sie Liquidität. „Cash is King“ ist das Mantra in Zeiten unsicherer Umsätze und löst das Growth-Paradigma ab. Es gilt, bereits überfällige Anpassungen der Kostenstruktur (Fixkosten runter) durchzuführen.
  • Phase 1: Die Defensiv-Strategie zielt darauf ab, über Kostenreduktion, Prozessoptimierung und effektivere Ressourcen-Allokation eine möglichst lange Phase mit einer Liquiditätslinie von 18 – 24 Monaten oder sogar mehr zu erzielen.
  • Phase 2a: Die Offensiv-Strategie nutzt Marktverschiebungen als Chance, um über neue Investments in (digitales) Neugeschäft, Unternehmensbeteiligungen und antizyklisches Talent Management, d.h. die Einstellung von Top-Talenten während der Krise, einen Wettbewerbsvorsprung zu erzielen. Phase 2a ist für Unternehmen relevant, die von der Krise nicht betroffen sind oder sogar von Ihr profitieren.
  • Phase 2b: Die Hybrid-Strategie ist eine Kombination von Defensiv- und Offensiv-Strategie. Auf Maßnahmen zur Liquiditätssicherung folgen offensive Maßnahmen, sobald die Marktlage klarer und Marktchancen sichtbar werden. Phase 2b ist für Unternehmen relevant, die von der Krise betroffen sind, aber nach wirksamer Umsetzung der Defensiv-Strategie neue Marktchancen erkennen und Liquidität für weiteres Wachstum haben.

Für alle Phasen gilt: kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren.

Gemeinschaft und Wir-Gefühl im Home-Office sowie das gemeinsame Interpretieren von Krisen-News sind der beste Weg, um Unsicherheit abzubauen. Verdoppeln und verdreifachen Sie die Kommunikation auf allen Ebenen, in allen Teams und unter allen Mitarbeitern – formell wie informell.

Dabei ist es wichtig,

  • alle Mitarbeiter mit erforderlicher Infrastruktur auszustatten und
  • einen Kommunikationsrhythmus für formellen wie informellen Austausch zu etablieren.

Beim Management liegt die Aufgabe, klare Arbeitsziele – das Was – für Teams zu definieren und diese an Teams zu delegieren. Kreative Lösungen für deren Umsetzung – das Wie – ist dann Aufgabe der Teams. Einen guten Guide für den Einstieg in das Produktivitäts-Experiment Homeoffice bietet T3N.

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